Sonntag, 17. Dezember 2017

Garten im Winter

Mein Garten im Winter----- Impressionen












Hey Mr. Snowman

Blaumeise in den Ästen des Kirschbaumes

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Gedankenschnipsel : "Am Abend nochmal 'ne Runde um den Block " Damals und Heute



Abends noch mal um den Block
Erinnerungen und Gedankenschnipsel

Abends nochmal eine Runde um den Block- das hiess für mich früher nochmal zum Boxi zu schlendern.
"Boxi" ist der Spitzname für den Boxhagener Platz. Ich wohne gleich um die Ecke, in der Gabriel- Max-Straße. Mein Abendspaziergang führt zuerst an drei indischen Restaurants, einem Spätkauf, unzähligen Kneipen, und einer Shisha- Bar vorbei. Die Gäste sitzen an diesem lauen Abend draußen, blubbern an den bunten Glaspfeifen und nebeln die Vorübergehenden mit den süßlichen Rauschwaden ein. Mich inklusive , ich muß husten, als ich aus Versehen eins dieser Vanille- Qualmwölkchen eintame. Dann bin ich am Boxi. Ich mache eine Runde ganz um den belebten Platz, einfach um die Stimmung zu spüren, um ein Teil des Geschehens, des bunten Treibens zu sein. Ich treffe einen Bekannten, ein Stammkunde des kleinen Reisebüros, in dem ich in der Simon- Dach- Straße täglich ab 12 Uhr Mittags Reisen buche. Ab 12 erst? Ja, das Büro früher aufzumachen, lohnt sich nicht, halb Friedrichshain schläft vorher noch. Der Stammkunde ist ein gesprächiger Typ Mitte Zwanzig, er trägt einen bunten Kaftan. Drei, viermal im Jahr bucht er bei mir Flüge nach Bombay, er lebt in einer reiselustigen WG, ich kenne alle Mitbewohner, sie sind sehr lieb und sparsam, containern viel, und können sich wohl deshalb solche Reisen mehrmals im Jahr leisten.
Wir verabschieden uns. Am Ende des Spaziergangs hole ich mir noch auf die Hand zwei Steinofen- Pizzen mit Spinat für jeweils 2 Euro. Die Pizza aus dem Laden ist so groß wie ein Kutschen- Wagenrad und wird zusammengerollt.
Dann stapfe ich wieder die Treppen bis ins vierte Stockwerk hoch, in meine geliebte 2- Zimmer, beziehungsweise 2- Raumwohnung. Wunderschöne Wohnung mit selbst abgeschliffenen Dielen, alten in matt weiß gestrichenen Fensterrahmen, Wohnzimmer mit einem Balkon, einem kleinem Schlafzimmer, einer urigen Mini- Küchenecke und einem schlichten Duschbad. In ihr habe ich die letzten 4 von insgesamt 18 Berlin- Jahren gelebt.

F- Hain ist , auch wenn ich heute noch an Berlin denke, mein absoluter Lieblings-Stadtteil 

Oben sitze ich dann gemütlich auf dem schmalen Balkon, der von außen so aussieht, als könnte er jeden Moment abbröckeln, eine Freundin hat sich nicht getraut, auf ihn rauszugehen. Er ist zwar robuster als er aussieht, aber so eng, dass man, wenn man die Beine ausstrecken möchte, vom Stuhl aus die Füße auf das Gemäuer legen muß, immer in die Lücke zwischen den Blumenkästen. In einem Kasten habe ich Tomaten, im anderen Ringelblumen, Salate und einige Kräuter. In einer Ecke steht ein Topf mit einer „Schwarzäugigen Susanne“, die hat mir meine Freundin Michelle zur Einweihung geschenkt. Die schöne orangefarbene Blume hält sich seit Jahren, sie blüht immer üppiger und wächst fröhlich an ihrem Rankgitter aus Holz hoch. In der anderen Ecke steht ein Topf mit einem Lavendel, den der Vormieter mir überlassen hat. Es ist eine große Pflanze, sie duftet und ist oft von Hummeln umschwirrt. Die beiden Bistro-Stühle und den Tisch hatte ich vom Kaiser an der Warschauer Straße. Habe sie spontan gekauft und auf meinem Fahhradgepäckträger gelegt, den ganzen Weg mit einer Hand festgehalten  und mit der andern Hand das Rad nach Hause geschoben.

Es klingelt, besser: ein melodisches "Tutelut" ertönt, ich gehe zur Gegensprechanlage, so ein weißes Plastikteil, es rauscht, aber ich verstehe Aichas Stimme:  " Hallo, ich bin's." Ein paar Minuten später sitzen wir gemeinsam auf dem Bröckelbalkon, die Füße auf dem Geländer, rechts können wir bis zum Alex  gucken, links sieht man den Platz mit der Tramhaltestelle und man schaut auf schöne alte Häuserfronten, eines davon, mit so halbrunden Loggien, fand ich sogar durch Zufall in einer Architekturzeitschrift, wo es auf einer Doppelseite abgebildet war.  (den Namen des Architekten habe ich natürlich vergessen) Aus dem Eck-Café schräg gegenüber wummern die Bässe einer Art 'House Musik'  herüber. Vor dem Café sind alle Tische besetzt, ein paar Jongleure mit brennenden Fackeln laufen hin und her, einer von ihnen sammelt vorher Geld für die angepriesenen Darbietungen ein. Wir haben einen Logenplatz und sehen von hier aus gemütlich zu, wie einer der Jongleure die Fackel immer schneller kreisen lässt und damit Muster in den Abendhimmel malt. In der Wohnung genau gegenüber putzt gerade ein nackter Typ die Fensterscheiben, ich erkenne ihn, es ist der Besitzer der Tapas Bar unten im Haus, sein Freund steht hinter ihm im Raum und schaut zu, beide lachen. So ein Anblick reisst einen hier nicht vom Hocker. Aicha kichert und ich schaue weg nach rechts in den roten Himmel, und wie um das romantische Berlin-Bild komplett zu machen, leuchtet davor die silberne Kugel vom Alex. Aicha und ich lassen uns die zusammengerollten Pizzen schmecken.
Aus dieser Zeit habe ich nur noch ein paar unscharfe Papierfotos: 



Abends noch mal um den Hügel

Hier auf dem Land, mitten im Weserbergland, wo ich jetzt lebe,  ist ein Abend so komplett anders: Der Spaziergang um den Block startet damit, dass ich gleich hinter unserem Haus einen Hügel erklimme und von oben eine weite Aussicht auf die Landschaft habe. Wenn ich die kleine Straße vor dem Haus heruntergehe, komme ich auf verschiedene Wege, die alle paar Meter wieder den  weiten Blick auf die sanfte Hügellandschaft bieten, so dass ich unbewusst tief einatme. Augenblicklich fühle ich mich leichter, frei und beschwingt. Gleichzeitig breitet sich eine angenehme Ruhe in mir aus. Den Sonnenuntergang kann ich von hier sehen, die Hügel, Felder, Baumwipfel werden in das rotgoldene Licht getaucht.

Das alles gleich hinter dem Garten, zu dem ich jetzt zurückgehe. Dort treffe ich kurz vor dem Hauseingang Pausi und Schwarzerle, das sind zwei Kater: Pausi ist ein gefleckter Kater mit einem Bärchen- Gesicht , er wohnt bei einer Nachbarsfamilie. Schwarzerle ist ein schwarzrotbrauner verschmuster Kater. Er war ein Streuner und lebt jetzt bei und mit uns. Ich treffe ebenso einen Igel, der das restliche Katzenfutter isst und immer zutraulicher wird. Er hat einen weißen Fleck auf der rechten Seite, daran erkenne ich ihn immer. Er wird bestimmt einen guten Platz für seinen Winterschlaf finden in meinem Riesengarten, der wild und unaufgeräumt, wunderschön und voller alter Bäume ist
Das Laub habe ich komplett liegenlassen, um den Lauf der Natur nicht zu unterbrechen. Der ist so natürlich und sinnvoll: Unter dem Laub sitzen Insekten, Nahrung für Vögel und Igel, und das Laub wird durch die Bodenlebewesen in wertvollen Humus verwandelt. In einigen Wochen werden die ersten Blumen, Schneeglöckchen, Krokusse, dann Akelei, Löwenzahn hier blühen. Ich erwarte alles mit Freude und es ist keine Sekunde langweilig einfach nur zu zuschauen, mitzubekommen, was wieder wächst und wie und wann. Oder wenn das Laub bunt wird, fällt. Wenn es das erste Mal schneit. Die Vögel im Frühjahr. Und wie das zusammen hängt, sich wiederholt, und dabei doch immer wieder anders ist.
Das alles wurde für mich, als ich begann, „so nah dran“ zu sein, viel einprägsamer, als wenn ich das in einer Naturschutz-Broschüre las oder in einem Bericht im Fernsehen sah. Die Zusammenhänge, die natürlichen Abläufe, dieser Kreislauf - all das erscheint mir heute so ungeheuer logisch und klar.
Jetzt kann ich mich ehrlich gesagt nur noch an den Kopf fassen, wenn ich sehe, dass Gärtner Laub zusammenkehren, in Tüten stopfen, zum Wert- Hof bringen und dann im nächsten Jahr Dünger für den Garten kaufen. So sterben auch leider die Insekten weiter aus, und mit ihnen die Vögel, Igel und anderen Tiere. Doch das durfte ich auch erst alles lernen.
Der Garten hat es mir sozusagen beigebracht.
Hinter dem Haus auf dem Hügel weiden manchmal Schafe. Sonst treffe ich-wie so oft-Niemanden bei meinem Abendspaziergang hier.




Text und Fotos: copyright Susanne Heine 

Donnerstag, 23. November 2017

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Bio-vegan Gärtnern im Oktober und November - Unterschlüpfe für Igel und weitere Tipps für Tiere im Garten



Der vegane Garten im Oktober und November

“Ein Garten für Tiere” --- Anregungen und Ideen

Bevor es richtig kalt wird, bereite ich gerne die verschiedensten winterlichen Unterschlüpfe für die Tiere im Garten vor.
veganer Garten im Herbst
Mein Garten im Oktober
Für Vögel, Fledermäuse und andere Tiere ist es von Vorteil, Nistkästen hängen zu lassen, denn in kalten Nächten schlafen die Tiere gern darin.
Ein Nistkasten dient oft als warmer Schlafplatz
Für Igel bieten Plätze unter Hecken, Haufen aus Holz, Reisig und Laub Schutz vor der Kälte. Bei anhaltendem Bodenfrost suchen Igel ihre Winterquartiere auf. Das kann schon ab Mitte Oktober der Fall sein.
Igel Bild von Debbie Mackintosh



Es ist ideal, den Garten “unaufgeräumt” zu lassen, denn das Beste was man für die Tiere im Garten tun kann ist es, einfach einen möglichst naturnahen Garten zu erhalten.
Es wird Herbst im Garten-so schön!
Der Herbsttipp: Viel Laub liegen lassen.

Wie bereits auch schon im September -Blogtext beschrieben, bieten Sträucher mit Laub darunter sowie Totholzhaufen vielen Tieren Unterschlupf. Unter dem herumliegenden Laub befinden sich ja auch Insekten, die Lieblingsnahrung der Igel. Außerdem ist Laub ein natürlicher Dünger und gut für den Boden.
peaceful gardening im Herbst

Viele Laubblätter sind besonders wichtig, wenn man Jung-Igel im Garten hat. Denn Igel brauchen ein Mindestgewicht, bevor sie in den Winterschlaf gehen. Erwachsene Igel sollten vor dem Winter mindestens 1000 Gramm und Jung-Igel ungefähr 600-700 Gramm wiegen. Unterernährte Igel sind gefährdet, im Winterschlaf zu verhungern.


Zum Nachbauen: Reisighaufen als Wildtierquartier

Eine ruhige Ecke im Garten suchen. Der Asthaufen sollte ungefähr 1 Meter hoch sein und einen Durchmesser von über 2 Meter haben. Er muss Hohlräume haben, in die ein Igel von der Größe her hineinpasst. Den Haufen abwechselnd mit dünnen & dickeren, verzweigten Ästen aufschichten. Da das Holz verrottet, fällt der Haufen etwas in sich zusammen. Darum sollte man ihn jedes Jahr mit neuen Ästen bestücken und wiederherrichten. Auch Blindschleichen und Eidechsen benutzen solche Asthaufen gern als Unterschlupf.

Reisighaufen als Unterschlupfmöglichkeit für Tiere

Zusätzlich haben wir eine Igelburg aus Steinen und Igelhäuser aus Holz für die Überwinterung gebaut:
Bau einer Igelburg 



Igelhaus aus Holz1


Zwar suchen und bauen sich die Tiere das Winterquartier natürlich selbst, gerade wenn man ein Garten-Biotop mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten hat. Doch besonders für die Jung-Igel wird ihre Unerfahrenheit oft zum Verhängnis und sie bauen sich Winterschlafplätze, die nicht sicher sind oder nicht gut genug vor Kälte schützen.

   
Igelhaus aus Holz2

Noch mehr Igeltipps und wertvolle Links:


Igel-Tipps zur Fütterung, zum Bau der Unterschlüpfe, Adressen u.v.m. gibt es übrigens zuhauf im Internet, ich finde diese Seite von ProIgel sehr informativ. Auch die Seite von Plantura Garden und vom Igelhaus Laatzen möchte ich besonders empfehlen.

Telefonisch hat mich die Wildtierstation Sachsenhagen bei uns in der Nähe beraten -dort habe ich angerufen, als ich im September tagsüber einen Igel im Garten sah. Igel sind normalerweise nachtaktive Tiere, wenn sie tagsüber unterwegs sind, ist das oft kein gutes Zeichen, sie sind dann meistens krank.

Bei diesem Igel war das aber zum Glück nicht der Fall, denn es war eine Igelmutter, die einen erhöhten Nahrungsbedarf hatte. Wir haben sie untersucht, auf mehrere Dinge haben wir dabei geachtet: 1. Geschlecht bestimmt (Das Geschlechtsteil sitzt bei Igelmännchen in Nabelhöhe) 2. taumelt der Igel, wirkt er schwach? 3. Hat er viele Parasiten, Fliegeneier am Körper? (ein paar Zecken sind normal, mit Pinzette entfernen, wenn möglich – Fliegeneier? -sofort zum Tierarzt oder Igelstation) 4. sind die Augen ganz schmal und eingefallen, schlitzförmig (schlechtes Zeichen) oder hat er runde Knopfaugen? (gutes Zeichen) 5. Hustet er? (das kann auf Lungenwürmer hindeuten- auch hier gehört das Tier in Behandlung-Tierarzt oder Igelstation)


Fotos und Filmaufnahmen vom Igel haben wir dann noch an eine private Igelhilfe zur Beurteilung geschickt. Bei “unserem ” Igel war kein Krankheitssymptom zu entdecken. Wir sollten sie aber unbedingt zusätzlich füttern. Dafür haben wir ihr ein Futterhaus gebaut, damit sie unbehelligt von unseren Katzen fressen und trinken konnte. Sie fraß auch gut und bewegte sich schnell und rollte sich ein, wenn sie sich bedroht fühlte, also war alles in Ordnung. 

Hier geht die Igelmama in das Futterhaus:

Gut, dass ich sie nicht für hilfsbedürftig gehalten und zum Aufpäppeln o. Tierarztbesuch ins Haus geholt habe, denn so hätte sie ihre Kleinen nicht versorgen können! Es ist also wirklich wichtig, sich Rat bei einer Igelhilfe /Wildtierstation (Adressen finden sich im oben genannten Pro Igel-Link) zu holen!

Kleine Igel im Garten
Später sah ich einen sehr kleinen Igel allein im Garten herumlaufen. Auch zu ihm habe ich die Wildtierstation befragt. Ich habe das Tier gewogen. Die 240 Gramm Gewicht des Jung-Igels seien sehr gut für September und so konnte ich ihn draußen in seinem Lebensraum lassen. Alle Jung-Igel ( ich hatte mittlerweile 4 kleine Igel gesehen) und auch die Mutter legen sichtbar an Gewicht zu. Die beste Nahrung für die Tiere ist natürlich die, welche sie sich selbst suchen-darum lasse ich das Laub auch liegen, kehre es teils nur etwas zusammen. Igel gehen nachts 4, 5-mal fressen, man kann sie auch immer im Garten rascheln hören.


Igelhaus an einem ruhigen und verstecktem Ort im Garten

Hinweis: Es ist gut für Igel, wenn man täglich frisches Trinkwasser in flachen Schalen, etwa einen Blumenuntertopf o.ä. hinstellt. Milch ist übrigens für Igel gesundheitsschädlich!

Auch andere Tiere leben im Garten :

Teichmolche überwintern nicht im Wasser. Molche sind Lungenatmer und suchen sich unter Laub oder unter Steinen geschützte Stellen und fallen in eine Winterstarre.



Für die Eichhörnchen haben wir ein Nusshaus gebaut, auch sammeln wir nicht alle Walnüsse ein, sondern lassen extra viel für sie liegen.


Den streunenden Katzen haben wir ein Wärmehäuschen aus Styropor hingestellt. Einen Blogartikel dazu habe ich hier  >>> klick <
Man kann die Häuschen auf eine Terrasse, in eine ruhige Ecke oder unter einen Vorsprung stellen. Wir haben eins unter unseren überdachten Fahrradplatz gestellt.

Ein veganer Garten ist vor allem ein tierfreundlicher Garten.
Text und Fotos von :
Susanne Heine, Autorin von Peaceful gardening -Biovegan gärtnern


Sonntag, 3. September 2017

Biovegan gärtnern im September- Baumspinat, Tiere im Garten, Gründüngung, Kürbisse



 Veganer Garten Anfang September

Der vegane Biogarten im September


Ich möchte diesen Monat eine Pflanze vorstellen, die gut für Gartenanfänger*innen geeignet ist. Es handelt sich um den Baumspinat, von dem es heißt: “Einmal pflanzen – immer ernten”. Vor ein paar  Jahren  habe ich ihn eingepflanzt und er hat sich im Garten selbst ausgesät. Anfang September kommt der Baumspinat jedes Jahr wieder. Auch dieses Jahr  stehen im Gemüsebeet bereits wieder ein paar dieser unkomplizierten, urspünglich asiatischen Pflanzen. Die geschmackvollen Blätter des Baumspinats kann man als Salat essen oder wie Spinat zubereiten. Sie wachsen schnell immer wieder nach.

Baumspinat
Es gibt mehrere Sorten , die botanische Bezeichnung für den Baumspinat in meinem Garten lautet Riesen-Gänsefuß (chenopodium giganteum). Genau wie der weiße Gänsefuß ist er eine gute Quelle an Vitamin C und A. Der Weiß-Gänsefuß ist als Wildpflanze bei uns heimisch, man kann ihn also auch außerhalb des Gartens ernten.



Gründüngung


Als natürlichen Bodenschutz bietet sich im September die Einsaat einer Gründüngung an. Es lässt sich gut beobachten: in der Natur begrünt sich ein sich selbst überlassener Boden in kurzer Zeit!

Anfang des Monats habe ich dafür Phacelia ( Bienenfreund) ausgesät. Phacelia hat den Vorteil, mit keiner Gemüseart verwandt zu sein, also kann man auf der Fläche danach jedes Gemüse anpflanzen , da man die Fruchtfolge nicht beachten muß. Außerdem bietet die Pflanze eine gute Nahrungsquelle für Bienen, wie der Name schon sagt.

Gründüngung, im Hintergrund Kürbis

Innerhalb von ca. 3 Wochen entsteht eine üppige grüne Pflanzendecke. Diese schützt im Winter den Gartenboden. Er bleibt krümelig, weil er von starkem Regen und Sonne nicht durchnässt oder ausgetrocknet wird. Die Pflanzen entziehen dem Boden restliche Nährstoffe, die in den Wurzeln konserviert werden. Dadurch entsteht wertvoller Humus. Im Frühjahr wird die Gründüngung in den Boden eingearbeitet. Dafür sollte man 2 Wochen vor dem Pflanzen und Säen der Gemüsearten die Fläche umgraben. Man kann praktischerweise auch den Kompost damit anreichern. So erhält man ein natürliches, veganes Düngemittel.

Tiere im Garten- Tipps für den September:


Die Zeit ist gut, um Nistkästen zu säubern, denn sie stehen nun meistens leer. Die Vögel haben ihren Nachwuchs großgezogen. Die Kleintiere, die in Nistkästen überwintern, und Vögel die in ihnen übernachten, suchen diese erst im Herbst, wenn es kälter wird auf. Bevor ich die Kästen abnehme, klopfe ich vorsichtig dagegen und warte erstmal eine Weile. Für das Säubern keine scharfen Reinigungsmittel benutzen, sondern die Kästen einfach kräftig ausbürsten.
Das Nusshaus bei uns im Garten befüllen wir regelmässig.

Igelkinder nur ins Haus nehmen, wenn sie tagsüber herum laufen, und nur wenn sie nach eingehender Beobachtung verwaist wirken. Unbedingt eine Igelstation oder den Tierarzt kontaktieren. Für natürlichen Unterschlupf , etwa Totholzhaufen und Igelhäuser sorgen. Im Garten die Artenvielfalt erhalten, denn die beste Nahrung für Igel sind die Insekten , die sie zum Beispiel unter dem -nicht weggefegten! -Laub finden. Nicht zuviel aufräumen.
Igelhaus aus Stein


Kleiner Igelfilm vom letzten Jahr- bei uns im Garten aufgenommen:

https://www.youtube.com/watch?v=P9ZkLG70oOk
Später hat sich herausgestellt, dass es sich um eine Igelmutter handelt, die erhöhten Nahrungsbedarf hatte. Fünf kleine Igel haben wir den Herbst dann im Garten gesehen und nachts konnte man hören, wie sie im Laub herumkraspeln.



Kürbisse

 



Es wird gerade so schön herbstlich und die leuchtenden orangen Kürbisse gehören einfach dazu. Sehr unkompliziert ist der Hokkaido Kürbis im Anbau ( als vegane Düngung das Beet vorher mit Pflanzenkompost anreichern) , aber auch in der Zubereitung. Vegane Foren sind voll mit leckersten Kürbisrezepten.



Unverzichtbar im Herbst ist jedoch meiner Meinung nach eine vegane Kürbiscremesuppe- sie schmeckt besonders delikat mit Kokosmilch und Ingwer, oder ganz schlicht mit etwas Kürbiskernöl.


Marmelade

Und im Gartenmonat September sind unter anderem die Zwetschgen, Birnen und Brombeeren reif. Zeit für Zwetschgendatschi und Marmeladen. Brombeermarmelade , höre ich oft, ist eine der leckersten Marmeladen, die es gibt.



Das kann ich beinahe bestätigen, wenn es da nicht Birnenmarmelade gäbe probiert es einmal aus. Dafür die Birnen einfach nach einem klasssischem Marmeladenrezept einkochen und mit etwas Bourbonvanille würzen- sehr lecker !

Text und Fotos : Susanne Heine, Autorin von peaceful gardening