Freitag, 22. Juli 2016

Vegan Gärtnern: Mehltau an Zucchini- was kann ich tun?

Vegan Gärtnern: sanfte und effektive Hilfe bei Mehltau

Im Idealfall sehen Zucchinipflanzen so aus: große, grüne Blätter und viele gelbe Blüten und Früchte ! Zu einer guten Pflege der Zucchini gehört es, sie regelmässig zu gießen und mit Dünger zu versorgen. Zucchini sind Starkzehrer.
vegan gärtnern- Mehltau bekämpfen
Für die Bildung der Früchte ist zudem der Nährstoff Kalium wichtig. Kalium ist in Beinwell ( hier ist ein Rezept für Beinwelljauche )  und in fertigen veganen Düngern- etwa aus Vinasse- enthalten ! Hinweis: man sollte nicht immer bei den geringsten Anzeichen einer hellen fleckigen Färbung Mehltau vermuten, es gibt nämlich auch Zucchinisorten die von Natur aus etwas scheckige Blätter haben.
Woran erkennt man aber nun, ob die Pflanzen befallen sind ?

Mehltau ist eine Pilzerkrankung und es wird unterschieden zwischen Echten und Falschem Mehltau:
Echter Mehltau entsteht bei Trockenheit, man erkennt ihn daran, dass die Blätter an der Oberseite weiße oder graue Flecken bekommen, auch an den Stielen der Pflanze können sich diese mehlartigen Flecken zeigen. Die Blätter sind an den Stellen rissig, kräuseln sich und werden braun.

Falscher Mehltau entsteht bei nassem Wetter und ist an bräunlichen, mehligen Belägen an der Unterseite und gelblichen Flecken an der Oberseite der Blätter zu erkennen.

Bei Nichtbehandlung beider Pilzerkrankungen sterben die Pflanzen meist ab.
Vegan Gärtnern- Zucchini
Zucchinipflanze im Hochbeet
 Was tun ?

Hilfreich ist ein Sud aus Knoblauch und Zwiebeln oder Ackerschachtelhalmtee.
Knoblauchsud gegen Mehltau
Vegan Gärtnern: Knoblauchsud herstellen

Rezepte :

Ackerschachtelhalmtee


500g  frischen oder 50g getrockneten Ackerschachtelhalm in 5 Litern Wasser 24 Stunden einweichen. Anschliessend aufkochen und ungefähr eine halbe Stunde köcheln lassen.
Danach filtern.

Knoblauch/Zwiebelsud

Ca. 100g zerkleinerte Knoblauchzehen und 50g Zwiebelschalen eine halbe Stunde in 1,5 Litern Wasser köcheln lassen. Danach 1 Stunde ziehen lassen. Durch ein Sieb abgießen.



Anwendung:

Die stark befallenen Blätter entfernen, dabei die gesunden Teile möglichst nicht damit in Berührung bringen. Sie dürfen auf den Kompost, der Pilz ist dann nicht mehr "aktiv". Die restlichen Blätter  mit dem Sud besprühen. Erstmal nicht düngen, bzw. darauf achten, nicht zu stickstoffhaltig ( viel Stickstoff/Nitrat  ist u.a. Brennnesseljauche oder Ackerbohnenschrot ) zu düngen. Nach der Behandlung die Pflanze gut beobachten, regelmässig von unten gießen und ggfs. weiter besprühen. Für die weitere Düngung empfehle ich die oben erwähnte kalireiche Beinwelljauche.
Auf diesem Weg habe ich es schon mehrmals geschafft, dass die Pflanzen wieder gesund geworden sind. Ich wünsche Dir auch viel Erfolg damit !

Mittwoch, 13. Juli 2016

Vegan Gärtnern- Pflanzenportrait Gelbweiderich

Vegan gärtnern- Pflanzen für den tierfreundlichen Garten
Jedes Jahr Mitte, Ende Juni wird es bei mir am Blockhaus , wo ich ein sonniges Plätzchen habe, goldgelb . Diese gelbe Blütenpracht hält sich lange, nämlich bis in den August hinein!
Gepflanzt hatte sie meine Gartenvorgängerin und erst wusste ich nicht, um was für eine Pflanze es sich handelt.
"Oh die schönen Königskerzen", meinte eine Freundin. Ich dachte, aber die sehen doch anders aus, und wollte herausbekommen, wie diese wunderschönen Blumen heißen, die auch immer von Bienen umsummt werden.
Gilbweiderich Pflanzenportrait
Es ist der Gelbweiderich, auch Gilbweiderich (Lysimachia) oder Felberich genannt.
Gilbweiderich im Portrait -vegan gärtnern
Foto Collage: Gilbweiderich in meinem Garten



Gut für Wildbienen:

Die Pflanze hat eine Besonderheit: sie produziert fette Öle, die von Bienen mit den Vorder- und Mittelbeinen aufgenommen werden. Durch das Gemisch dieser Öle mit Pollen entsteht ein Larvenbrot, dass für bestimmte Wildbienen überlebenswichtig ist, denn damit ernähren sie die Brutzellen!

Das Larvenbrot wird neben der Aufzucht auch zum Abdichten der Insektenbrutzellen genommen, um diese damit gegen Feuchtigkeit zu schützen.
vegan gärtnern
Wildbiene an Goldfelberich

Laut dem Naturlexikon sind es in nördlichen Regionen nur die Weiderich-Arten, welche als „Ölblumen“ fungieren.
Quelle: Naturlexikon.com

Also mal wieder eine passende Pflanze für den veganen und tierfreundlichen Garten!:


Anbau: 

Die Pflanze fühlt sich wohl an einem sonnigen Standort und gedeiht in humusreichem, lockeren Boden. Gilbweiderich ist winterhart und mehrjährig. Er verbreitet sich durch unterirdische Sprossen und steht darum auch meist in Gruppen ( siehe Fotocollage ) , was ich gerade im Garten sehr schön finde!

Dienstag, 7. Juni 2016

Was blüht gerade so in meinem Garten...

Da es im Moment soo schön draußen ist, komme ich nicht dazu, neue Blogartikel zu schreiben.
Ich verbringe die Zeit im Garten und arbeite ausserdem an einem Projekt, über das ich später einmal berichten werde.
Darum möchte ich einfach mal zeigen, ganz aktuell, was alles an Blüten im Garten zu finden ist.
Die Aufnahmen sind von gerade eben (genauer : 07. Juni, 11.30 Uhr ).
All das und noch mehr, blüht hier im Garten! Ist das nicht schön?
Blumen im naturnahen Garten im Juni
Von li. nach rechts: Butterblume, Akelei, Storchschnabel, Frauenmantel, Blühender Giersch, Wildrose, (Kresse,Erdbeeren & Geranie in Töpfen), Pfingstrose, Moosrose, Wildrose, Blühender Ananassalbei, Rose, Leimkraut, Beinwell, Pippau, Kletterhortensie



vegan gärtnern
Hummel an Beinwell

Samstag, 14. Mai 2016

Lupine - Das Jahr der Hülsenfrüchte


Vegane Naturkost und bio-veganer Garten

Endlich komme ich zum zweiten Teil meiner Blogtexte zum Thema Hülsenfrüchte, den ich mit dem Text über Linsen im Februar begann.
Ich finde die Lupine ist echt eine gute "Veganerpflanze", weil diese Pflanze als Lebensmittel unglaublich viel Potential hat. Gerade, wenn man sich vegan ernährt!
(Über Soja wurde schon sehr viel geschrieben, darum folgt hier nur ein kurzer Ausflug zum Thema Sojaanbau.)

Wissenswertes zur Lupine


Die Lupinen wurden schon seit Jahrhunderten von den Indios Südamerikas angebaut. Auch bei den Römern stand die Pflanze hoch im Kurs.
Ursprünglich enthielt die Lupine noch bis zu 2 % bittere, leicht giftige Alkaloide, diese wurden vor ca. 80 Jahren durch Züchtungen auf ein unschädliches Minimum begrenzt. 
Die Indios haben sie deshalb tagelang unter fließendem Wasser ausgewaschen und die Römer hatten in ihren Küchen Becken, in denen die Bitterstoffe ausgespült wurden. Diese Becken hießen sinnigerweise " Labrum Lupinarium“!*
Vegane Bratlinge aus Süßlupinen
Bratlinge aus Lupinen und Kichererbsenmehl

Leckeres aus Süßlupinen

Seit langem schon gibt es für Veganer und Vegetarier „Lupino“ aus Süßlupinen, das sind Blöcke- ganz  ähnlich wie Tofu. Doch nun sind Lupinen wieder so richtig im Gespräch. Zur Zeit wird sogar die Gewinnung von pflanzlichem Eiweiß aus Lupinen für die Ernährung erforscht. Dafür wurde den Forschern 2014 der hochdotierte Zukunftspreis durch den Bundespräsidenten verliehen.

Es gibt Lupinenfilet, Burger, Geschnetzteltes, "Vürstchen"  u.v.m. Die Konsistenz der Filets zum Beispiel finde ich sehr toll, es ist fest, aber nicht so knatschig wie Seitan manchmal sein kann.
Im Naturkosthandel wird sie seit langem als erwähnter Lupino (Lupinenquark) angeboten.
Und Lupinen Eis erst : der Geschmack ist unglaublich lecker und durch den Lezitingehalt sehr cremig. Da war ich so überrascht, und habe wirklich spontan gedacht, das ist ein Nahrungsmittel der Zukunft!:-)
Aus der gerösteten und vermahlenen Bohne wird auch Kaffee hergestellt, der somit coffein- und auch glutenfrei ist. Lupinenmehl gibt es ebenso im Naturkosthandel.
** Heute hat eine Freundin entdeckt, dass es auch Lupinentempeh gibt, das wollte ich mal schnell ergänzen und bald mal probieren !:-)

Fakten:

Die Süßlupine enthält 27 % Eiweiß und übertrifft somit bei Frischeprodukten alle pflanzlichen und auch alle tierischen Eiweißträger!
Lupinen enthalten, wie Soja bis zu 20 % Fett. Darüber hinaus liegt ihr Lezitingehalt bei über 2 %.*


Als ich bei der Veggieworld Düsseldorf war, um einen Vortrag über bioveganes Gärtnern zu halten, war gerade vor mir jemand mit einem Vortrag zu Lupinen an der Reihe. Den ich leider nicht gehört habe, weil ich zu aufgeregt war. Jedenfalls hat mir der Referent später Lupinenbohnen für den Anbau geschenkt.
Einer lieben Freundin habe ich welche davon geschickt, sie hat sie sehr früh gepflanzt- wie man sehen kann, wachsen sie wunderbar.
vegan gärtnern Lupinen
Frizzis Lupinen

Die Süßlupine wird in Deutschland und Frankreich kontrolliert biologisch angebaut. Sie ist sehr pflegeleicht und ertragreich.
Auch die Sojabohne lässt sich hier anbauen. Lupinen - heißt es allerdings - vetragen das kühle Klima besser. 
Dieses Jahr gibt es ja von Taifun das Soja Experiment "1000 Gärten". So soll herausgefunden werden, wo sich die Sojabohne in unseren Gefilden am besten anbauen lässt. Um daran teilzunehmen, habe ich leider nicht die Kapazitäten hier, da mein Garten zu hügelig und schattig ist für ein weiteres Beet. Aber ich habe ja die Lupinen und ein Päckchen Sojabohnen habe ich ebenso angebaut!

Womit ich gleich wieder bei meinem Lieblingsthema, dem veganen Garten wäre:


Die Lupine gehört zu den Leguminosen.
Süßlupinenpflänzchen

Im Anbau ist das von Bedeutung, denn diese Pflanzenfamilie mehrt den Stickstoff! Alle Leguminosen, auch Bohnen, Erbsen und Linsen haben diese Eigenschaft. Sie binden mit ihren Knöllchenbakterien an den Wurzeln den Stickstoff aus der Luft im Boden. Stickstoff ist ein Hauptnährstoff von Pflanzen, sie brauchen ihn zum Wachsen und zur Bildung von Eiweiß.

vegan gärtnern Lupinen pflanzen
Süßlupinen Bohnen
Das ist für den bioveganen Anbau im Garten und auch in der Landwirtschaft ideal, so eignen sich diese Pflanzen wunderbar als Gründüngung, in der Fruchtfolge als Stickstoffmehrer und als veganer Dünger in Form von Ackerbohnenschrot.

Von meinem Schulfranzösich sind noch Grundkenntnisse übrig. Kann mich an ein paar Vokabeln erinnern, zum Beispiel Bohnen--Les legumes. So konnte ich mir den Fachbegriff „Leguminosen“ übrigens leichter merken.:-)


Alles in allem sind Leguminosen einfach wunderbare Pflanzen. Besonders wertvoll für uns Veganer*innen und unverzichtbar für  biovegane Gärtner*innen.
Das war es mal wieder zum Thema Jahr der Hülsenfrüchte. Die sind ganz schön interessant, wie ich finde.

* Quelle für dieses Wissen ist ein Lehrbrief "Hülsenfrüchte und Sojaprodukte" von Rolf Goetz -aus meiner Schulung Naturkostfachberatung// und etwas Text ist aus meinem veganen Gartenbuch, peaceful gardening.

Freitag, 13. Mai 2016

Veganes Gärtnern: Tierfreundlicher Garten: Schmetterlinge

Ein veganer Garten ist ein tierfreundlicher Garten.

Gerade war das "Schmetterlingspaket" vom Bund für Naturschutz in der Post- Freude!
Obwohl ich für die Tiere, Insekten, und natürlich auch die Falter im bioveganen Garten bereits gut sorge, habe ich mich an dieser wundervollen Aktion beteiligt. 
Garten für Schmetterlinge
Schmetterlingspaket vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Saattütchen und Infoblatt



Dort sind auch einige Pflanzen enthalten, die bei uns im Garten noch nicht angesiedelt sind! Ich habe die kleine Schmetterlingswiese (trotz meiner Sommererkältung) heute vormittag gleich ausgesät.

Bunte Vielfalt

Dann kommen ja vielleicht noch einige Falter dazu. Dieses Jahr habe ich übrigens zum ersten Mal den weiss-orangen Aurorafalter bei mir gesehen ( und noch nicht geknipst), den ich auch auf der Fotomontage von 2015 noch nicht dabei hatte:
Schmetterlinge in meinem bioveganen Garten
Bunte Vielfalt in meinem veganen Garten


Brauner Waldvogel an Oreganoblüte




Wie Du auf den Fotos sehen kannst, tummeln sich in meinem Garten ziemlich viele Schmetterlinge.  Ich tippte instinktiv darauf, dass es daran liegt, dass der Garten so naturnah angelegt ist. Oder nennen wir es bei mir ruhig leicht “verwildert” :-) .Hier habe ich einen wunderschönen Falter-ein Tagpfauenauge- auf einer Alantblüte gefilmt:





Die Vielfalt der Schmetterlinge wird eben auch durch ganz bestimmten Pflanzen , die für sie wertvoll sind, gefördert. Ich wiederhole mich da zwar schon, aber manche Dinge kann mensch ja nicht oft genug sagen! :-) Die Brennnessel möchte ich also erwähnen, denn das ist die Schmetterlingspflanze überhaupt!
Brennnesseln



Brennnesseln und Schmetterlinge
Brennnesseln sind für beinahe fünfzig Schmetterlingsarten lebenswichtig, da deren Raupen sich von ihr ernähren.
Zudem legen mehr als zwanzig  Schmetterlingsarten ihre Eier auf den Brennnesseln ab. Ich habe sehr viele Brennnesseln im Garten, und wenn es Sommer wird, lassen sich das Tagpfauenauge, der Braune Waldvogel, der Admiral, das Ochsenauge und einige Tagfalter mehr blicken.
Die Raupen können sich dank der Brennnesseln entwickeln.Später ernähren sich dann die Falter von dem Nektar einiger Blüten. Übrigens sind sie nicht nur schön anzusehen, sie sind auch wichtige Bestäuber.
Wenn du folgende, bzw. eine Auswahl dieser Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon anbaust, wachsen und blühen lässt, kannst du den Schmetterlingen wirklich helfen:

Noch mehr Pflanzen für Schmetterlinge 

Alant, Aster, Brennnessel, Brombeere, Fetthenne, Haselnuss, Heidelbeere, Himbeere, Hornklee, Kresse, Klee, Lichtnelke, Liguster, Luzerne, Primel, Sommerflieder (der auch Schmetterlingsflieder genannt wird), Storchschnabel, Veilchen, Waldrebe.
Es gibt auch fertige Mischungen-oft unter der Bezeichnung “Schmetterlingswiese” – im Handel.
Pflanzen wie Johanniskraut, Nachtkerze, Rote Lichtnelke oder Wiesenflockenblume bieten beides: Schmetterlingsnahrung in Form von Blütennektar und gleichzeitig Nahrung für die Raupen. Oder eben Aktionen dazu, wie jetzt die vom Bund für Umwelt und Naturschutz!
Sehr gut geeignet sind auch Kräuter wie Thymian, Salbei, Minze, Majoran und Oregano, wenn wir sie nicht komplett ernten, sondern auch blühen lassen! Dann kann man sich bald an den verschiedenen Schmetterlingen im Garten oder am Balkon erfreuen. Da es so wichtig ist, erwähne ich das auch noch einmal: Es ist eine Hilfe für sie, denn sie sind vom Aussterben bedroht!

In eigener Sache:
Ich habe keine Werbung hier auf dem Blog, wenn Du meine Arbeit schätzt und deshalb würdigen möchtest, kannst Du mein Buch peaceful gardening kaufen oder weiterempfehlen. Dankeschön:-)

Montag, 2. Mai 2016

Sonntag, 24. April 2016

Warum ich vegan lebe ! Schreibwettbewerb beim Bund für vegane Lebensweise


Lucy diktiert, ich schreibe :-)


Ran an die Tasten oder Stift & Zettel!
Warum?
Beim Bund für vegane Lebensweise (BVL) hat kürzlich ein Schreibwettbewerb gestartet. Das Thema lautet : "Warum ich vegan lebe". Unsere Motivation für dieses Projekt hat Andrea sehr schön auf den Punkt gebracht.
Ich sage "unser", weil ich -wie Andrea auch- beim Bund für vegane Lebensweise Mitglied bin.
Und wir vom Vorstand den Wettbewerb alle zusammen ausgeheckt haben. :-)
Bund für vegane Lebensweise

Also, sie schreibt:
"Wir möchten auf diese Weise allen Veganer*innen und Nicht-Veganer*innen aufzeigen, auf wie vielen verschiedenen Wegen Menschen zur veganen Lebensweise finden. Wir erhoffen uns durch diese Geschichten viele Menschen zu erreichen."

Seid ihr neugierig geworden? Es gibt u.a. einen traumhaften Hochleistungsmixer zu gewinnen, sozusagen einen Porsche der Küchengeräte. Und das sage ich, die gar kein Auto fährt!
Schaut doch mal rein, im Link steht alles zu den Bedingungen. Und ihr erfahrt auch, wer in der schreibbegeisterten Jury ist.

Wir wünschen uns, dass ihr eurer Kreativität freien Lauf lasst und einfach drauflos schreibt. Die Texte landen bei der Jury übrigens anonymisiert. Es ist nicht erforderlich, schreiben zu können wie ein zweiter Thomas Mann, sondern es geht vielmehr darum, andere aufzurütteln und für das Vegan sein zu interessieren.

Und wir glauben, dass die ehrlichen Geschichten, Gefühle und Erlebnisse Einzelner besonders gut Gehör finden können. Aus dem Grund werden wir ebenso einige der Texte, die keinen Preis erhalten haben, veröffentlichen. Ganz wie ihr mögt, mit eurem Namen oder anonym. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht. Für die Tiere!
http://vegane-lebensweise.org/schreibwettbewerb/

Mittwoch, 13. April 2016

Hochbeet -selbstgebaut-steht nun in meinem veganen Garten. :-)

Seit gestern habe ich es auch : das heißbegehrte Hochbeet.
Es ist einfach praktisch, da so auch der Garten naturnah und leicht verwildert für die freien Tiere bleiben kann. Das Hochbeet steht an einem sonnigen Platz, sonst ist der Garten teils sehr überschattet durch die wunderschönen alten Bäume. Es ist mit rein pflanzlicher Komposterde vom eigenen Kompost & vom Kompostwerk, sowie mit Laub und Grünabfällen befüllt.
Hochbeet ohne Plastik
Hochbeet an sonnigem Platz


Gemüse und Kräuter , nicht zu vergessen auch Obst (an Erdbeeren und Melone hab ich so gedacht ) kann ich nun praktisch und effektiv auf dieser Fläche anbauen.

peaceful gardening
Hochbeet befüllen-hier  mit rein pflanzlicher Komposterde

Ein weiteres Beet gibt es noch im Garten, sowie einen Kräutergarten, über den sich auch viele Insekten- Schmetterlinge, Bienen & Co. freuen. Tomaten baue ich in großen Töpfen an, die sonnig und geschützt an einer Blockhütte stehen. Ansonsten ist der Garten ja sehr tierfreundlich gestaltet mit mehreren Reisighaufen, schattigen Wildpflanzen, Bäumen, Wildblumenwiese
vegan gärtnern und tierfreundlich sein
Reisighaufen- ein Muß für den tierfreundlichen Garten


und Nistkästen. Zudem stehen Vogeltränken und Futterplätze für die wilden Tiere und Insekten bereit. Und in der Mitte von alldem nun dieses Hochbeet.
Befüllung und Düngung mit Ackerbohnenschrot & Kräuterpellets
Darin möchte ich durchs Jahr in Mischkultur so einiges Schönes anbauen.
Ich freue mich schon riesig.
Einzelheiten zum Bau und Materialien -übrigens haben wir uns entschlossen, es ohne Folie zu bauen
- und wie ich es genau befüllt habe, ergänze ich noch ! :-)
Nun hat es sogar ein Dach-mit einfachsten Mitteln!


Donnerstag, 7. April 2016

Vegan gärtnern : Recherche zu Blumenerde / Universalerde- Ergebnisse und Tipps

Für die Recherche zu meinem Buch und für die eigene Gartenpraxis hatte ich in Netzwerken ( u.a im Forum des bio-veganen Netzwerkes) gesucht und diverse Betriebe angerufen, leider fand ich keine einzige vegane Bio Universalerde. Die ich sonst gern ins Bezugsquellenverzeichnis von 'peaceful gardening' aufgenommen hätte! Besonders auch für BalkongärtnerInnen, die keinen Kompost haben.


Sehr viele Bio-Blumenerden ohne Torf gibt es nicht, einige deklarieren ja auch zum Beispiel Horngriess, da brauchte ich nicht zu fragen, ob Tierprodukte enthalten sind. So schränkte das schon mal die Herstellerliste ein.
 

Angerufen habe ich direkt bei Betrieben, die Bio-Pflanzerden für die Firmen abfüllen
 

-Floragard
 

-Einheitserde und Humuswerke Gebr. Patzer;
 

-Gebr. Brill Substrate GmbH & Co;


Resultat: sie alle verwenden für die Erden als Stickstoffdünger Horngriess, teils auch Blutmehl, Tierhaarmehl und Knochenmehl! :-(

Vegane Blumenerde -selbstgemischt
Eine Ausnahme : Klasmann- Deilmann GmbH
Diese Firma düngt auf Bestellung auch vegan ( u.a.mit Leguminosen) auf, allerdings erst ab 20 Kubikmeter. Zuviel für Hobbygärtner, also eher für kleine Betriebe geeignet, Standard ist sonst auch dort : mit tierischen Stoffen aufdüngen.

  
Veganes bei -Ökohum: nur die Aussaaterde ist vegan ( Grund: sie benötigt weniger Düngung, bzw. keine Langzeitdüngung ) sonst alles mit Horngriess etc.


Nebenbei bemerkt : Zum Beispiel Ackerbohnenschrot oder Brennnesselblätter funktionieren genauso gut als Stickstofflieferant.


Achtung, tricky: es steht auf den Packungen " Rein pflanzlicher Herkunft" das gilt aber nur für die Basis-Stoffe-nicht für die enthaltenen Nährstoffmixe ("NPK" , "organischer Dünger"). Dort fehlt dann die Angabe "tierischer Herkunft", da es nicht vorgeschrieben ist.
Das ist echt noch immer ein brisantes Thema! 
Bio und ohne Torf ist zu bekommen, da hat sich das Bewusstsein geändert. 
Aber vegan- d.h. ohne diese Schlachtnebenprodukte ist es extrem schwierig bis unmöglich
Bei den Anrufen habe ich immer gesagt, dass ich weiß, dass sich vegane GärtnerInnen echt freuen würden, wenn es das endlich gäbe. 
Mir ist auch klar, dass unser gekauftes Gemüse nicht vegan gedüngt ist, aber in meinem Garten und auf dem Balkon macht es mir natürlich nur Freude , es so - ohne diese unveganen Produkte - anzubauen! 

Was also tun? 

Ich nehme daher meist Gartenerde- und die vom Maulwurfshügel ist schön locker- oder fair gehandelte Kokosblöcke, dünge sie mit Phytoperls oder Kompost. Für die weitere Nährstoffversorgung mache ich veganen Dünger selbst.
Alternativ kann man nach einem Kompostwerk in der Nähe googlen, sie bieten oft sehr preiswert Pflanzerde/Humus aus rein pflanzlichen Bestandteilen an, die man sich dort abholen kann. 


Meist gibt es das in 40 Liter- Säcken oder man kann sich den Humus in mitgebrachte Eimer, Wannen, etc. dort abfüllen, was dann sehr kostengünstig ist. Ich habe immer vorher angerufen und gefragt, wie es abläuft und um auf Nummer Sicher zu gehen, ob der Kompost dort rein pflanzlich ist. Sie waren sehr freundlich, und diesmal der Clou: ich wäre nicht die erste Veganerin , die das gefragt hätte! :)



Über Anregungen und Infos würde ich mich freuen. Vielleicht kennst Du eine vegane Blumenerde? Dann bitte in der Kommentarfunktion schreiben. Danke :-)